Mit Pinsel und Farben, Setzungen und Fließspuren begebe ich mich an Orte, in Gefühle, die ich so nicht kenne. Dabei erlebe ich Schrecken, Vergänglichkeit, Schmerz und Angst, doch auch Freude, Zärtlichkeit und Kraft. Ich bin berührt und kann berühren, teilnehmen, respektieren, entdecken, Widerstand leisten. Es ist meine Form der Welt fragend und auch liebevoll zu begegnen.
Ich will Anmalen gegen das Dunkle, die Zerrissenheit, die Sprachlosigkeit, die vernichtende Kälte. Malen birgt in sich die Kraft der Erneuerung. Meine Pinselsetzungen und Fließlinien sehe ich als Formen, um neue Möglichkeiten von Begegnungen zu ergründen.
Ursula Jüngst, März 2024